Wer sind denn jetzt genau diese Wölfe?

Ich sehe jede einzelne meiner chronischen Krankheiten als eine Art Wolf.

Mein erster Wolf heißt Hashi. Er hat sich mir das erste Mal am Anfang meiner Pubertät gezeigt. Sein voller Name ist Hashimoto Tyreoiditis. Aber diesen gefährlichen Namen habe ich ihm nur am Anfang gegeben. Mittlerweile ist er die meiste Zeit zu einer Schmusekatze geworden. Oder zumindest  zu meinem gefolgsamsten Wolf. Ich habe gut gelernt mit ihm umzugehen. 

hier die Fakten:

Hashimoto Thyreoditis

-Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, der Körper greift sich selbst an.

-die Schilddrüse ist durch den Angriff chronisch entzündet (daraus resultiert eine Unterfunktion)

-das verursacht neben Müdigkeit und Konzentrationsschwäche auch Schluckbeschwerden, Heiserkeit oder häufiges Räuspern

-häufig ist der ganze Körper betroffen, weil die Schilddrüse an vielen Prozessen im Körper beteiligt ist

Symptome einer Unterfunktion

Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Verstopfung, (Gewichtszunahme), abnehmende Leistungsfähigkeit, Antriebsmangel, depressive Verstimmungen, Gereiztheit, Angst, trockene Haut, struppige Haare 
(Es müssen nicht immer alle Symptome gleichzeitig vorliegen)

Hashitoxidose=kurze Überfunktionsphase (Symptome: Nervosität, Reizbarkeit, Unruhe, Herzrasen, Durchfall, Zitternde Hände, Schlafstörungen, Schwitzen, Gewichtsabnahme) bei der aus zerstörtem Schilddrüsengewebe Hormone abgegeben werden. (klingt oft nach wenigen Wochen wieder ab)

Erhöhrter Hormonbedarf besteht bei:
–          Schwangerschaften-          Einnahme der Anti-Baby-Pille-          Gewichtsveränderung-          Wenn unklare Beschwerden auftreten und zusätzlichen Erkrankungen-          Einnahme zusätzlicher anderer Medikamente-          Jahreszeitliches Schwankungen (kältere Jahreszeiten)
Symptome der Unterfunktion:
·         Müdigkeit, allgemeine Körperliche Erschöpfung·         Konzentrationsschwäche, Gedächtnisschwäche·         Hoher Blutdruck mit langsamem Puls unter 70, selten niedriger Blutdruck·         Herzstolpern·         Depressive Verstimmungen, Depressionen, Angst- und Panikattacken, Gereiztheit·         Trockene, struppige, stumpfe und glanzlose Haare·         Haarausfall·         Teigige, trockene Haut (Myxödem)·         Gelbliche Hautfarbe im Gesicht, bei Kreislauf oder wenn Müde·         Schuppende und juckende Kopfhaut (+Stirn)·         Verstopfung, Blähungen·         Leichtes Frieren, niedrige Körpertemperatur·         Gewichtszunahme·         Zyklusstörungen, unerfüllter Kinderwunsch·         Nächtliches Kribbeln und Einschlafen von Händen und Unterarmen (Karpaltunnelsyndrom)·         Nachlassendes Hör-, und Sehvermögen, Ohrgeräusche, Sehstörungen·         Aphatischer Gesichtsausdruck, morgendliche Wassereinlagerung um die Augen·         Wesensveränderungen·         Schwindel·         Atemnot·         Nackenschmerzen, Nackenverspannungen
Symptome der Überfunktion:
·         Herzklopfen, Herzjagen·         Hoher Blutdruck·         Nervosität, Reizbarkeit·         Muskelschwäche, Muskelschmerzen·         Zittern der Hände·         Schlafstörungen·         Schwitzen, feuchtwarme Haut·         Heisshunger und Durst·         Gewichtsverlust trotz gutem Appetit·         Weicher Stuhlgang·         Störungen des Menstruationszyklus (unregelmässig oder sehr starke Blutungen, Ausbleiben der Blutung)
Symptome der Immunkrankheit:
·         Gelenkschmerzen·         Muskelschmerzen·         Verhärtung von Sehnen und Muskeln, besonders im Nackenbereich·         Schmerzen im Bereich der SD, Klossgefühl im Hals, Heiserkeit·         Hautveränderungen·         Trockene Schleimhäute·         Stimmungslabilität·         Neurologische Symptome·         Allgemeine Schwäche, Erschöpfung, grippeähnliches Gefühl·         Extrem selten epileptische Anfälle, Halluzinationen, psychatrische Symptome (Hashimoto-Enzephalopatie)·         Blutarmut·         Übelkeit und Magen-Darm-Probleme, Verdauungsprobleme·         Augenerkrankungen·         Lymphknotenschwellungen·         Infektanfälligkeit (Bakterien, Vieren, Pilze)·         Fieber·         Erhöhte Leberwerte·         Schwellungen an Armen, Beiden, Bauch und im Gesicht·         Ödeme
Zusätzliche Immunerkrankungen
·         Vitilgo (weissfleckenkrankheit)·         Morbus Addison (Autoimmunerkrankung der Nebenniere)·         Diabetes (Zuckerkrankheit)·         Lupus erythematodes·         Rheumatische erkrankungen·         Zöliakie·         Marbus crohn·         Perniziöse Anämie·         Sarkoidose·         Endometriose
Was?Warum?
Medikamente die das Immunsystem anregen dürfen nicht eingenommen werden(Roter Sonnenhut, Echinacea, Mistel oder Thymuspräparate); das Immunsystem von Hashis arbeitet bereits übermässig und ist in seiner Funktion und Balance gestört.
Vor Impfungen wird generell abgeraten(grosse Herrausforderung für das Immunsystem) oft werden dadurch Schübe ausgelöst.
Es darf kein Blut gespendet werden(die im Blut enthaltenen Antikörper werden durch Bluttransfusionen auf andere Menschen übertragen und können dort eine SD unterfunktion auslösen)
In die Sauna darf nicht (alleine) gegangen werdenAufgrund der empfindlichern Kreislaufsituation ist ein Saunabesuch nicht Sinnvoll. Die durch Hashi empfindliche Haut wird zusätzlich stark gereizt. Extreme Temperaturen werden allgemein nicht empfohlen.“kann“ fast nicht Schwitzen
Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werdenHashimoto Kranke stellen bei sich häufig eine Sonnenunverträglichkeit fest
Ursache für Hashimoto sind (nicht bewiesen) Stress und Hormonumstellung (u.a. Absetzen der Anti-Baby-Pille)

Sport

Übermäßiger Stress (wie zB Extremsport) sollte auf jeden Fall gemieden werden. Stress löst Krankheitsschübe aus. Vor zu starken sportlichen Belastungen sollte deshalb auch bei Beschwerdefreiheit gemieden werden. Regelmäßige maßvolle körperliche Betätigung wird dagegen Empfohlen (Spaziergänge, Pilates). Gewichtsänderungen sind mit einer Unterfunktion nicht gesteuert möglich. Zürst müssen Hormone reguliert werden. Sie werden merken wann ihre persönlichen Grenzen erreicht sind. Es ist wichtig ein Gespür für die Belastbarkeit des eigenen Körpers zu bekommen. Überbeanspruchung genauso vermeiden wie völlige Vermeidung von körperlicher Aktivität. Wenn man sich müde und ausgelaugt fühlt ist ein Spaziergang stets verträglicher als eine sportliche Leistung mit anschließendem Muskelkater.

Hashimoto und die Familie

Nicht selten werden durch die Krankheit familiäre Probleme ausgelöst. Die erhöhte Reizbarkeit oder depressive Verstimmungen lassen die Familie den betroffenen meist kaum wiedererkennen. Gut gemeinte Ratschläge wie „Iss doch weniger und mach mehr Sport“ verschärfen ohne Kenntnisse über die Krankheit die Situation. Der Erkrankte wird missverstanden und nicht selten als faul und psychisch krank eingeschätzt. Die Krankheit kann schwierig sein auch für die Angehörigen. Es ist wichtig das Sie sich nicht als Belastung oder „Zumutung“ für ihre Familie empfinden. Sie haben sich die Krankheit nicht ausgesucht. Für Freundschaften wie für Partnerschaften gilt: Wo die Freundschaft schon vorher nicht belastbar war wird sie an der Krankheit wohlmöglich zerbrechen. Hashi kann eine große Belastung für Freunde und Familie sein, Beziehungen und Freundschaften aber auch intensiver werden lassen.

Der Partner wird in manchen Episoden der Krankheit sehr stark gefordert. Ständiges Geduld haben müssen auf der einen Seite, fehlende Belastbarkeit und Stimmungsschwankungen auf der anderen Seite machen die Beziehung häufig schwieriger. Der gemeinsamme Lebensplan muss in einigen Fällen neu überdacht werden , wenn es dem Betroffenen zB nicht möglich ist zu arbeiten.

Die SD Hormone wirken auf folgende Bereiche:

  • Haut & Haare
  • Magen & Darm
  • Herz & Kreislauf
  • Gehirn & Nervensystem
  • Fettgewebe & Muskulatur
  • Psyche

Psyche

Hashimoto ist eine erkrankung des ganzen körpers. Sie beschränkt sich meist nicht nur auf die SD sondern kann nahezu jedes Organ betreffen. Auch die psyche wird bei starker Krankheitsintensität nicht verschont. Die psyche kann durch die immunstörung in mitleidenschaft gezogen werden. Allzu oft werden Betroffene schnell als psychisch krank eingestuft. Mit einer optimalen hormonellen Behandlung beginnen die Symptome jedoch zu verschwinden.

Hashimoto und weibliche Hormone

Die Eierstöcke werden wie auch die Schilddruse von bestimmten regionen des Gehirns gesteürt (Hypothalamus, Hypophyse). Besteht über längere zeit fehlregulation in der achse hypothalamus-hypophyse-schilddruse so kommt es häufig auch zur fehlregulation der achse hypothalamus-hypophyse-eierstöcke. Manchmal können sich störungen verselbstständigen, sodass nach wiederherstellung einer normalen stoffwechsellage der SD die eierstocke nicht zu ihrer normalen Funktion zurückkehren. Gestörte SD funktion führt häufig zu einer störung der weiblichen hormonen. Neben störungen der regelblutung und unerfülltem kinderwunsch können auch symptome auftreten die sonst typischerweise erst in den wechseljahren auftreten (durch erhöhten östradiol- und progesteronmangel).

Quelle: 
Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis: Ein Ratgeber von Leveke Brakebusch;Armin Heufelder 
(sehr gutes Buch, kann ich nur empfehlen)

  • ISBN-10: 3863711963
  • ISBN-13: 978-3863711962

PCOS (Polizystisches Ovariensyndrom)

mein zweiter Wolf heißt PCOS. Er ist ein guter Freund von Hashi. Die zwei hängen gerne zusammen ab.

hier sind ein paar wichtige Fakten über PCOS :

PCOS ist eine Stoffwechselkrankheit.

Aufgrund des eröhten Testosteron verdickt sich die Haut der Eierstöcke. Ein Eisprung wird dadurch unmöglich, da das Ei es nicht schafft, durch die verdickte Haut zu „springen“. Es wird (vergeblich) auf den richtigen Hormoncocktail gewartet. Statt eines Eisprungs bildet sich also jedes Mal ein Folikel. Unbehandelt führt dies zu mehrern Zysten an den Eierstöcken. In der Regel ist der Insulinspiegel auch erhöht und es besteht das Risiko für eine Insulinresistenz (Vorstufe zu Diabetes).

Neben unregelmäßigen oder ausbleibenden Periodenblutungen, Akne, übermäßiger Behaarung und Gewichtszunahme lassen sich die beschriebenen Folikel auch auf dem Ultraschall begutachten.  1 von 10 Frauen in den USA, dem Vereinten Königreich und Australien hat PCOS.

Symptome

Ausbleibende, unregelmäßige oder unregelmäßige Periode

Subfertilität (da ein Eisprung und/oder Zyklus notwendig ist um schwanger zu werden)

Akne (wegen der zu hohen Testosteronproduktion auch zu hohe Talgproduktion)

Übergewicht oder Gewichtszunahme

Übermäßige Behaarung v. a. im Gesicht (wegen erhöhtem Testosteron)

 Insulinresistenz (30% aller Frauen mit PCOS leiden an Glukoseintolleranz) Spätfolgen: erhöhtes Risiko für Diabetes, Herzinfarkt, Gebärmutterkrebs, Brustkrebs, Eierstockkrebs, Osteoporose

In meinem Fall werden (so gut wie) alle Symptome erfolgreich unterdrückt, da ich die Pille im Langzeitzyklus nehme)

Zusammenhang mit der SD-unterfunktion

Viele Symptome der SD-unterfunktion gleichen denen von PCOS (Müdigkeit, Gewichtszunahme, unregelmäßiger Zyklus, Stimmungsschwankungen, etc.) und es gibt Hinweise auf einen starken Zusammenhang der beiden Krankheiten. Studien untersuchen derzeit noch den Zusammenhang zwischen SD-unterfunktion, PCOS und Insulinresistenz. (Stand 2008)

( Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16208308 )

( Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3832324/ )

wichtiger Hinweis:

dieses Jahr (2017) habe ich herausgefunden, dass es verschiedene Arten von PCOS gibt. Darunter auch ein entzündlicher Typ, bei dem die Patientinnen kein Übergewicht haben und keine Insulinresistenz vorweisen.

Quellen (u.a.):

http://www.larabriden.com/treatment-for-4-types-of-pcos-treat-the-cause/

http://natural-fertility-info.com/types-of-pcos.html

last but not least:

Der systemische Lupus erythematodes (SLE)

http://www.wissen-gesundheit.de/Krankheiten-Beschwerdebilder/Schmerzen/Rheuma/Die-rheumatischen-Erkrankungen/Entzuendliches-Weichteilrheuma-%28Kollagenose%29

SLE kann jedes Organ und Organsystem befallen und schwer schädigen. Die Gefahr dabei liegt insbesondere im Multiorganversagen.

Lupuspatienten sollten, wegen der hohen Trombosegefahr, nicht die Pille nehmen. Für Erkrankte kommen also, neben nicht hormoneller Schwangerschaftsverhütung, möglichst niedrig dosierte Gestagene oder allenfalls östrogenarme Kombinationspräparate in Betracht.

Bei sehr vielen an Lupus erythematodes Erkrankten tritt eine ausgeprägte Photosensibilität auf: Die Hautsymptome des Lupus erythematodes können durch Licht provoziert oder verstärkt werden. Daneben kann sich die Photosensibilität des Lupus erythematodes sowohl in sonnenbrandähnlichen Hautveränderungen bereits nach geringer Lichtexposition äußern als auch durch ein Brennen auf der Haut ohne sichtbare Rötung. Die Hautreaktionen können mit einer Verzögerung bis zu drei Wochen nach der Lichtexposition auftreten

Die Photosensibilität kann sich auch in einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes sowie in Schwäche, Müdigkeit oder Gelenk- oder Muskelschmerzen nach Lichtexposition bemerkbar machen

https://de.wikipedia.org/wiki/Lupus_erythematodes

Diagnose 

Oft dauert es sehr lange, bis Lupus erythematodes erkannt wird. Das liegt daran, das die Beschwerden bei jedem Menschen ganz unterschiedlich sind. Bei jedem Betroffenen prägt sich die Krankheit anders aus. Eine nachgewiesene Organbeteiligung ist für die Diagnose SLE nicht erforderlich. Eine Frühdiagnose des SLE ist mit den SLICC-Kriterien nicht möglich. Chronisch-schleichende Verlaufsformen sind schwieriger zu diagnostizieren als akut-schubweise Verläufe.
Außerdem ist diese Erkrankung vielen Ärzten unbekannt, weil sie relativ selten ist. Nur etwa 30 – 40.000 Menschen leiden in Deutschland an SLE. Ärzte können sie deswegen häufig nicht erkennen. Viele betroffene junge Frauen werden deshalb für Simulanten gehalten.

Der Facharzt für die Diagnose und Behandlung dieser Krankheit ist ein Internist, der gleichzeitig Rheumatologe ist. Erkennen kann man die Krankheit an bestimmten Blutwerten. Dazu müssen antinukleäre Faktoren (ANA) und weitere Autoantikörper wie zum Beispiel die ds-DNS-Antikörper bestimmt werden. 
Oftmals lautet die Diagnose zunächst „Kollagenose“, wenn anhand der Beschwerden und (Blut-)Befunde zunächst keine genauere Diagnose gestellt werden kann. Die Behandlung ist die gleiche. Es gibt auch die verschiedensten Mischformen zwischen LE und anderen Kollagenosen wie dem Sjögren-Syndrom, der Sklerodermie und dem Antiphospholipidsyndrom.

Klicke, um auf Patient-Physician-dialogue_English.pdf zuzugreifen

auf der Checklist habe ich 3 Dinge nicht (Depressionen, Haarausfall, Lilane Finger)

dafür aber zusätzlich meinen dicken Lymphknoten, das entzündete Blutgefäß und gelegentlich Aphten (harmlose, nicht ansteckende Bläschen im Mund, die ziemlich wehtun… mit Kräuterzahnpasta hab ich aber zum Glück schon ne ganze Weile Ruhe vor den Biestern…)

bei Gelegenheit sollte ich wohl auch mal die deutsche Version ausfüllen

Klicke, um auf LupusCheck-Download-Checkliste.pdf zuzugreifen

die Englische hab ich dem Rheumatologen aber schon gezeigt.

noch ein Artikel der dieses Problem unterstreicht:

http://www.fr.de/wissen/gesundheit/medizin/lupus-erythematodes-ein-leiden-mit-vielen-gesichtern-a-630173


Verlauf 

Bei etwa zwei Dritteln der Betroffenen verläuft die Krankheit schubweise. Etwa die Hälfte dieser Betroffenen hat zwischen den Schüben nur wenig oder gar keine Beschwerden (Remission). Bei der anderen Hälfte dieser Betroffenen ist die Erkrankung auch zwischen den Schüben weiter aktiv (Teilremission). 
Etwa ein Drittel der Erkrankten hat einen chronisch-progredienten Verlauf, das heißt, dass keine Schübe auftreten und die Krankheit langsam voranschreitet.

Gegenwärtig sind in der Medizin noch keine Laborwerte bekannt, an denen die Krankheitsaktivität des LE zuverlässig abgeschätzt werden kann. Weder die Blutsenkung noch die Höhe der antinukleäre Antikörper (ANA) spiegeln die Krankheitsaktivität eindeutig wider. Das C-reaktive Protein (CRP) ist bei LE selbst in Zeiten erhöhter Krankheitsaktivität nur niedrig erhöht. Am ehesten scheint eine Erhöhung der ds-DNS-Antikörper und eine Erniedrigung des Komplements eine Verstärkung der Krankheitsaktivität anzuzeigen. Um die Aktivität der Erkrankung beurteilen zu können, ist eine Zusammenschau der Beschwerden und der klinischen Befunde sowie der (labor-)technischen Untersuchungsergebnisse notwendig, wobei die klinischen Befunde führend sind. Weil noch keine zuverlässigen Indikatoren für die Krankheitsaktivität bei Lupus erythematodes bekannt sind und Organbeteiligungen im Anfangsstadium oft nicht sicher diagnostiziert werden können, wird die Schwere des Krankheitsbilds von Ärzten häufig unterschätzt.

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